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Studienreise - Albanien


Landschaft im Baltikum

Skanderbeg, Salbei und Stahlbeton-Iglus

Ein mystisches Land an der Adria: Ismail Kadares Albanien in seinem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Urtümliche Gastfreundschaft, eine reichhaltige Kulturlandschaft zwischen Halbmond und Kreuz, eingebettet in ihrer natürlichen Vielfalt warten auf uns.

Mirë se erdhët! Herzlich willkommen!

Der Natur überlassen

Der weiße Fleck am politischen Rand Europas harrt noch seiner Entdeckung. Denn Mythen und Vorurteile gegenüber dem Land der »Skipetaren« und seinen Bewohnern haben sich seit Karl May fest in unser Bewusstsein eingebrannt. Die fast einmalige Isolation unter Enver Hoxha in den Jahren des Kalten Krieges hat zudem wesentlich zur Zementierung eines eher schwammigen Albanienbildes beigetragen. Unsere gemeinsame Reise führt uns von der Landesmitte über den Norden bis hin zum Süden. Verschiedene Landschaftstypen säumen unseren Weg. Wir erleben Alpines in den Albanischen Alpen und Mediterranes im Küstengebiet zwischen Adriatischem und Ionischem Meer. Grenzüberschreitende Gewässer, wie der nördliche Skutari-See, der bekannte Ohrid-See oder die Prespa-Seen im Landesosten locken aber nicht nur Zugvögel an. In weiten Teilen ist die Natur sich selbst überlassen, manchmal auch Baudenkmäler verschiedenster Epochen. Abgeschiedene Dörfer, interessante Kirchruinen und geschichtsträchtige Befestigungsanlagen laden immer wieder zum Erkunden ein. Markante Zeichen der albanischen Landschaft sind zudem igluähnliche Bauwerke aus Stahlbeton. Zu Hunderttausenden erinnern sie an die fatale Ära unter Enver Hoxha. Geplant als Teil der Selbstverteidigung, dienen sie heute zur Pilz- und Haustierzucht oder als Kunstobjekte.

Spuren der Vergangenheit

Die Illyrier, die von den Albanern gerne als ihre Vorfahren angesehen werden, besiedelten den Landstrich, bevor die Römer ihn in ihr Reich einverleibten. Später wurde das Gebiet von Byzanz, slawischen Nachbarn und den Osmanen verwaltet, bevor Albanien Anfang des 20. Jahrhunderts selbständig wurde. Das Land gilt als eine kulturhistorische Fundgrube. Berat, die »Stadt der 1000 Fenster«, Gijrokastra mit seinen steinbeschwerten Turmhäusern und das Geschichten in archäologischen Schichten erzählende Butrint sind alle wegen ihrer Einmaligkeit in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden. Das antike Amphitheater von Durrës ist das größte auf der Balkanhalbinsel und die Rozafa-Festung in Shkodra bietet nicht nur historische Einblicke, sondern auch einen herrlichen Ausblick auf den gleichnamigen See und den Drin-Buna-Zusammenfluss. Vielseitige Spuren haben die Osmanen in Albanien hinterlassen, neben etlichen Lehnwörtern auch Städtebauliches, auf das wir immer wieder stoßen. Und Skanderbeg, dem großen Nationalhelden Albaniens, begegnen wir in Tirana als Denkmal, in Kruja im Museum und in Lezha als Ruhestätte. Auch handeln einige der erfolgreichsten Romane von Ismail Kadare zu osmanischen Zeiten. Ebenso ist die Küche Albaniens von ihr noch immer geprägt, wenngleich die italienische den modernen Zeitgeschmack befriedigt.

Ikonen, Glocken und Tekken

Im Vergleich zu seinen südslawischen Nachbarländern ist Albanien vom ethnischen Gesichtspunkt her zwar relativ homogen, aber nicht in religiöser Hinsicht. Katholizismus, Orthodoxie und Islam sind regional unterschiedlich ausgeprägt - trotz des ersten »atheistischen Staates«. Neben dem meist sunnitischen Islam ist der sufistische Derwisch-Orden der Bektai hauptsitzlich in Albanien vertreten. In allen größeren Städten lassen sich Tekken, die Versammlungs- und Wohnsitze der Derwische und manchmal auch ihre Türben, die Grabstätten, finden. Unbedingt sehenswert sind auch die orthodoxen Ikonen, so vom Meister Onufi, die in Berat und Korça schützend aufbewahrt werden. Während Shkodra als Zentrum der katholischen Kirche gilt, ist Korça das orthodoxe Pendant mit Bischofssitz. Dort befindet sich aber auch eine der ältesten Moscheen Albaniens. Die katholische Nonne Mutter Teresa ist neben Skanderbeg eine weitere Heilige im albanischen Erinnerungskanon. Der einzige internationale Flughafen, übrigens von Deutschen betrieben, trägt ihren Namen. Auch ein riesiges Bildnis aus Muscheln in der neugeschaffenen Kathedrale im Herzen Tiranas und der 19. Oktober als Nationalfeiertag sind ihr gewidmet.

Der Natur belassen

Das mediterrane Klima, welches in weiten Teilen Albaniens herrscht, spiegelt sich in der Flora und Fauna wieder und verhilft trotz der Probleme in der Landwirtschaft dem Obst- und Gemüseanbau zu köstlichen Erträgen. Interessant ist die Nespola, auch als Japanische Wollmispel oder Loquat bekannt. Das Albanien nicht nur bedeutender Mercedes-Importeur, sondern auch Exportweltmeister sein kann, lässt sich an der Ausfuhrmenge bestimmter Kräuter, so dem Salbei feststellen. Ausreichend Gelegenheit zu spannenden Gesprächen über Alltag, Geschichte und Politik haben wir sowohl während der Rundreise, als auch in Tirana, der bunten Hauptstadt im Aufbruch. Denn der Weg aus dem »Mittelalter« ist beschwerlich, aber hoffnungsvoll interessant. Entdecken Sie mit uns offen und mit allen Sinnen einen (noch) weißen Flecken Europas!

Udha e mbarë! Gute Reise!

 

Termine und Reisepreise
► Länderinfo Albanien
► Reiseablauf
► Buchung

 
Termine:
08.04. - 22.04.17       03.06. - 17.06.17
29.07. - 12.08.17       30.09. - 14.10.17
pro Person: 2740,- €