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Studienreisen nach Armenien - Landesinformation


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Armenien

Geistliche und weltliche Hirten
am Fuße des biblischen Ararat

Als Binnenland mit seinen 29.000 km² und drei Millionen Einwohnern zählt Armenien zu den kleineren Flächenstaaten. Geografisch zwischen Kleinasien und dem Kleinen Kaukasus angesiedelt, ist die Republik durchschnittlich 1800 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. So verwundert es nicht, dass der landesgrößte Sevan-See auch einer der bedeutenden Hochgebirgsgewässer der Welt ist.

Ethnisch und religiös gehört Armenien inzwischen zu den homogensten Staaten der Welt und das mit einer eigenen Schrift versehene Armenisch stellt einen eigenen Sprachzweig des Indogermanischen dar. Während Ostarmenisch heute Landessprache ist, hat das Westarmenische seinen Ursprung im Osmanischen Reich und wird vor allem in der westlichen Diaspora benutzt.

Auch wenn die armenische Geschichte über 3000 Jahre zurückdatiert werden kann, wichtige, bis heute entscheidende Weichen für den armenischen Kulturraum wurden im nachchristlichen 4. und 5. Jahrhundert gestellt: das Jahr 301 gilt als Datum der Einführung des Christentums als Staatsreligion, das Jahr 405 markiert die Schaffung eines armenischen Alphabets durch den Mönch Mesrop Maštoc’, welches wiederum als Grundlage für eine Bibelübersetzung im Jahre 433 diente.

Über Jahrhunderte wurden dann Armeniens Grenzen durch Perser, Mongolen, Araber, Osmanen und Russen immer wieder neu gezogen. Armenische Staatlichkeiten und ein damit einhergehender kultureller Entwicklungsschub konnte sich deshalb im Laufe der Geschichte vor allem in Schwächezeiten der benachbarten Großmächte herausbilden: so bis Anfang des 5. Jahrhunderts, dann zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert mit der Bildung von zwei armenischen Königreichen, für kurze Zeit nach dem 1. Weltkrieg und dann nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Einzig die armenische Kirche - eigenständig, aber katholisch-apostolisch - bewahrte weitgehend ihre identitätsstiftende Funktion für die Armenier in den Kernsiedlungsgebieten und in der Diaspora über die Jahrhunderte.

Zur weltweiten Diaspora zugehörig betrachten sich heute etwa 7 Millionen Menschen, die ihre Wurzeln im historischen Armenien haben. Zu ihnen zählen bedeutende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Sport, am meisten aber aus dem Kunst- und Kulturbereich - von Aznavour bis zum oscarprämierten Zaillian.

Gemeinsam in der historischen Erinnerung verbunden sind die Armenier allerdings auch durch den an ihnen begangenen, aber erst teilweise anerkannten Völkermord von 1915 - leidvoller Höhepunkt von ethnisch-religiös begründeten, aber politisch motivierten Vertreibungen und Gewalttätigkeiten im Osmanischen Reich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Die Statusänderung der territorial zu Sowjetaserbaidschan gehörenden, aber überwiegend von Armeniern besiedelte Berg-Karabach-Region war das einende Band der Volksbewegung in Sowjetarmenien Ende der 1980er Jahre. Der Zerfall sowjetischer Strukturen führte Armenien in die Unabhängigkeit und in einen Krieg mit Aserbaidschan um diese Region. Die wirtschaftliche Umgestaltung Anfang der 1990er Jahre hatte damit eine denkbar ungünstige Ausgangsbasis, zumal ein schweres Erdbeben 1988 den Nordwesten Armeniens erschüttert hatte.

Armeniens Außenbeziehungen sind überwiegend vom belasteten Verhältnis zu Aserbaidschan und der Türkei, den Nachbarn im Osten und Westen mit den längsten Außengrenzen, bestimmt.

Das orthodoxe Georgien, der schiitische Iran als nördliche und südliche Nachbarn und vor allem Russland sind pragmatisch die engsten Partner Armeniens. Eine Annäherung des sich wirtschaftlich konsolidierenden Landes an europäische Strukturen wird angestrebt, aber realistisch als Aufgabe zukünftiger Generationen gesehen.

Solange wollen wir nicht warten und bieten mit unserer Studienreise einen ersten Einblick in dieses außergewöhnliche christliche Kulturland, vom nördlichen Nachbarn ausgehend an!

 

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