Logo der Firma Weit-Blicke
menschen
landschaften
kulturen
Weit-Blicke-Logo Studien- & Aktivreisen
Weit-Blicke,  Waldstr. 68, D-04105 Leipzig
Tel.  0341-9808570    Fax   0341-9808575
info@Weit-Blicke.de   www.Weit-Blicke.de

Studienreise nach Armenien


Armenische Kirche

Armenien:
Land von Maštoc’, der Granatäpfel und der Kreuzsteine

"Die Präsenz der Natur ist gewaltig. Hier hat jeder Mensch eine tiefe Identität zu seinem Land. Auch ich spüre diese Kraft. Armenien ist das Land der glücklichen Steine, der lebendigen Bäume und des heiligen Berges, der nicht mehr dazugehört."
Dirk Hermann (1996)

Բարի գալուստ: Herzlich willkommen!

Land der Steine

Als Land der Steine wird Armenien gerne bezeichnet und das nicht grundlos. Sie sind ein wesentliches Merkmal der natürlichen Landschaftsgestaltung Armeniens. Dennoch wechseln sich karge Hochgebirgslandschaften mit üppigen Wäldern und fruchtbaren Ebenen ab - für uns eindrucksvoll sichtbar auf unserer Rundreise.

Steine finden sich in bearbeiteder Form als Kreuzsteine an, in und um sakrale, aber auch profane Bauwerke. Sie sind wesentliche Elemente einer typischen armenischen Baukunst, hervorgegangen aus heidnischer Symbolik und inzwischen die steinernen Ikonen armenischer Christlichkeit. Am anmutigen Westufer des Sevan-Sees werden wir ganze Ansammlungen von ihnen sehen können.

Steine sind ebenso Baustoffe in Form von Tuff- und Basaltsteinen und bestimmen noch heute die armenische Architektur. Die Kapitale Jerevan ist ein stadtplanerisches Paradebeispiel dafür und bei Sonnenschein glänzt die Stadt meist rosafarben.

Steine sind schließlich, neben dem Granatapfel, auch ein Symbol für den Geschichtsverlauf aus armenischer Sicht.

Einmaliges Kulturerbe

Das flächenkleine Armenien ist als alte Kulturlandschaft mit UNESCO-Welterbestätten reichlich ausgestattet und unser Reiseverlauf wird dieser Bedeutung gerecht: den Klöstern Haghpat und Sanahin werden wir bereits am Anfang einen Besuch abstatten. Die Besichtigung der Ruinen von Zvartnotz, der Kirchen und der Kathedrale in Echmiadzin, dem Sitz des Oberhauptes der Armenischen Kirche verbinden wir mit einer sonntäglichen Teilnahme am Gottesdienst.

Armenien ist darüber hinaus übersät mit innovativer, (früh)christliche Baukunst, meistens eingebettet in eine bezaubernde landschaftliche Umgebung. Bedeutende Stätten liegen auf unserem Weg: die Festung Amberd, die Klöster Noravank, Hovhannavank und Saghmosavank. Dort genießen wir auch ein erhabenes und einprägendes Vokalkonzert.

So werden wir erleben, dass dieses Land voll ist mit Stimmung transportierenden Bauwerken unterschiedlicher Zustände - restauriert, im Zeitenlauf verwittert oder als Ruinen, letztere besonders eindrucksvoll in Aruch und in Aštarak.

Wir finden im aktiven Kloster Geghard, einer weiteren Welterbestätte, die armenienweit einmalige Einbeziehung von Höhlen in die architektonische Gestaltung. Überreste griechisch-römischer Baukunst begegnen uns nur beim Tempel von Garni aus dem ersten Jahrhundert.

Dominanter Ararat

Die vorchristliche, urartäische Festungsstadt Erebuni und auch das hauptstädtische Jerevan liegen im Ararat-Tal. Die Mutter Armeniens thront über der in einem Hochebenentalkessel liegenden Stadt, immer in Blickrichtung des schneebedeckten, majestätisch nahen, aber (fast) unerreichbar fern liegenden Ararats.

Bei einem Besuch des Klosters Xor Virap kommen wir dem Ararat noch näher. Der Doppelgipfel mit einer Höhe von über 5000 Metern hat mit seinem Bezug zur Arche Noah biblische Bedeutung. Ebenso wurde unweit der Hauptstadt ein Steinbogen mit Araratfokus und einer poetischen Huldigung an diesen Berg geschaffen. Aber am nächsten kommen wir einem ’Ararat’ bei einer Verkostung in der gleichnamigen Weinbrand-Fabrik in Jerevan.

Jerevan bietet uns über einer ausführlichen Stadterkundung hinausgehend noch einiges mehr: Blaue Moschee, Basar und Kunstmarkt. Wir erlangen Einblick in die Teppichherstellung, treffen interessante Gesprächspartner und besuchen das reiche Nationalmuseum, in dem wir mit zwei Abteilungen, denen zur Geschichte und zur armenischen Malerei uns eingehender beschäftigen werden.

Als ein singuläres Merkmal armenischer Identität hat die armenische Sprache einen besonderen Platz: in Jerevan befindet sich mit dem Matenadaran ein Ort, der die bedeutendste Sammlung armenischer Schriftdenkmäler und Buchmalereien birgt. Ein Besuch dort gestattet uns auch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen. Darüber hinaus werden wir mit wachem Blick die verehrten Buchstaben, die auch als Zahlensystem genutzt werden, öfters sehen können: in Teppichen, Kreuzsteinen oder als metallenes Denkmal.

Der Genozid an den osmanischen Armeniern ist auch heute noch tief im historischen Bewusstsein der armenischen Gesellschaft verankert: einzelne Stadtteile Jerevans tragen die Namen von ausgelöschten Siedlungen in der Osttürkei und auf einem der Jerevaner Anhöhen wurde bereits zu Sowjetzeiten ein Monumentalkomplex aus ewiger Flamme und Museum errichtet - ein Erinnerungsort als Mahnung und gegen das Vergessen. Für uns ist sein Besuch ein Anlass, uns näher mit diesem dunklen Schatten der Vergangenheit zu befassen.

Blaue Perle Armeniens

Malerisch gelegen, als Nationalpark ausgewiesen, aber ökologisch problematisch ist der Sevan-See: nach jahrzehntelanger Nutzung als Wasserreservoir sank der Wasserspiegel beträchtlich. Dem Einhalt zu gebieten, wurden in den letzten Jahrzehnten entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen - diesmal mit dem Effekt der Überflutung ufernaher Kultur- und Naturräume.

Die armenische Küche als Teil gelebter Gastfreundschaft ist deftig-lecker und vor allem bestimmt durch regionale Produkte, obgleich geschichtsbedingt fremde Einflüsse durchaus ihre Spuren hinterlassen haben.

Und die Aprikose, lateinisch ’prunus armeniaca’, stammt zwar aus China, aber ihr botanischer Name verweist auf Armenien. Sie gilt als köstliche Nationalfrucht und ist farbgebend für einen Streifen der Flagge.

Auch bei den Berghirten am Fuße des über 4.000 m hohen Aragac sind wir eingeladen, um Einblick in ihre Lebensweise zu gewinnen und natürlich auch ihre naturbelassenen Produkte zu verkosten.

Tief beeindruckt von einem kleinen Land, seiner alten Kultur und den herzlichen Menschen werden wir die bereiste Region verlassen, die uns interessante Facetten dargeboten hat und die zu einem Wiederkommen einlädt.

Բարի ճանապարհ: Glückliche Reise!

 

Termine und Reisepreise Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel
► Länderinfo Armenien
► Reiseablauf
► Buchung

 
Termine:
13.04. - 23.04.17       18.06. - 28.06.17
13.08. - 23.08.17       24.09. - 04.10.17
pro Person: ab 2340,- €