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Studienreise nach Aserbaidschan


Der Ohrid-See

Aserbaidschan:
Land von Nizami, der Flammen und der Teppiche

Kaspisches Meer, geschützte Halbwüsten, steinzeitliche Felszeichnungen, islamische Kultur und Baukunst, christliche Inseln und kaukasische Höhenzüge - nur einige der Stationen einer Reise in ein Land, das sich seiner Ressourcen besinnt:

Xoş gəlibsiniz! Herzlich willkommen!

Wind, Feuer und Öl

Baku, die Stadt der Winde, ist der Ausgangspunkt unserer Entdeckungen: Der ummauerte Teil der Altstadt vom Schirwanschah-Palast aus dem 15. Jahrhundert bis zum noch älteren Jungfrauenturm birgt mit zahlreichen Minaretten, Bädern, Karawansereien ein UNESCO-Weltkulturerbe und für uns ein besonderes orientalisches Flair.

Obschon Öl und Gas von altersher im ’Land der Feuer’ bekannt war, begann erst im ausgehenden 19. Jahrhundert die industrielle Nutzung. Alle bekannten Wirtschaftsgrößen von Nobel bis Rockefeller investierten in Öl und Baku entwickelte sich zur prosperierenden Stadt mit neogotischer Architektur. Auch in der bald folgenden Sowjetzeit setzte sich die Ölförderung zu Lande und auf dem Wasser fort. Umweltschutz spielte damals leider keine Rolle. Der Ölreichtum ist aber nicht nur ein Segen: während die volkswirtschaftlichen Kennziffern dem Land einen gewaltigen Aufschwung attestieren, gehen die Öleinnahmen an einem Großteil der Bevölkerung vorbei. Ein Thema, dass wir bei einem Gespräch mit einem Experten vertiefen können, wobei selbst den Früchten, die auf ölgetränktem Boden gedeihen, eine lebensverlängernde Wirkung zugeschrieben wird.

Der berühmte Feuertempel Atesgah, Reste von Verteidigungsanlagen und ein ethnografisches Museumsdorf empfangen uns auf der Abseron-Halbinsel - teilweise bizarr verwebt mit Förderpumpen, Öl- und Wasserleitungen.

Islamische Kultur

Eindrucksvoll werden uns früheste kulturelle Spuren der Menschheit in Qobustan in ihren Bann ziehen: die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Felszeichnungen zeigen Darstellungen aus der neolithischen Tier- und Lebenswelt.

Bauwerke aus der islamischen Zeit werden uns auch außerhalb von Baku und der Abseron-Halbinsel immer wieder begegnen: Moscheen, Mausoleen, Festungen und Khan-Paläste, so in Şamaxi, Səki und Gəncə.

Die kulturelle Identität der Aseris schöpft sich überwiegend aus den Quellen des Islams. Musik und Literatur haben sich über Jahrhunderte, besonders unter kunstliebenden Schahs und Khanen entwickelt. Die Mugam-Musik und die erste Oper des Orients haben hier ihren Ursprung. Der Dichter Nizami aus dem 12. Jahrhundert gilt noch heute als größter heimischer Kulturträger, auf den selbst Friedrich Schiller Bezug genommen hat.

Traditionelles Handwerk

Während Pipelines moderne Adern darstellen, waren es früher Handelswege, so die Aserbaidschan querende Seidenstraße.

Neben landwirtschaftlichen Produkten war und ist die Region für ihr Handwerk berühmt: Teppiche, seidene Textilien, Kupfergeschmiedetes. Ein beeindruckendes Teppichmuseum in Baku widmet sich den regionalen Besonderheiten in Technik, Farbe und Design. Şəki dagegen ist der Seide verbunden. Dort treffen wir außerdem auf eine besondere orientalische Handwerkskunst: Şəbəkə-Fenster aus Hunderten Holzstücken nagel- und kleberlos verbunden, teilweise mit eingesetztem farbigen Glas. Die Ornamentik im dortigen Palast der Khane gilt als ein Meisterstück.

Albaner und Deutsche

Die schon früh christianisierten Albaner oder Udinen leben vor allem in den Dörfern im Norden Aserbaidschans. Wir werden nicht nur im Kreise einer albanischen Familie speisen und dabei mehr über sie erfahren, sondern auch in Nic und Kiş restaurierte Zeugnisse christlicher Baukunst besichtigen.

Auch Deutsche zog es in den Kaukasus, nicht nur vereinzelte Forschungsreisende und Industrielle, sondern im 19. Jahrhundert auch Schwaben. Auf aserbaidschanischem Gebiet siedelten sie sich zwischen Tovuz und Gəncə an. Obwohl der vermeintlich letzte Zeitzeuge und Deutsche im Kaukasus im März letzten Jahres verstarb, wollen wir uns ein wenig mit ihrem noch sichtbaren kulturellen Eintrag in Helenendorf (Xanlar) vertraut machen.

Der Weinanbau in dem Gebiet existierte dank günstiger klimatischer Bedingungen schon länger, die Deutschen vervollkommneten den Anbau und seit einigen Jahren werden die Trauben nach neuesten Technologien zu aserbaidschanischen Weinen und Weinbränden gekeltert. Eine gute Gelegenheit, in der Region um Tovuz, dem früheren Traubenfeld, eine Kostprobe zu nehmen.

Naturphänomene

Während unserer Rundfahrt auf der Abseron-Halbinsel werden wir dem Kaspischen Meer näherkommen. Im Moment unterhalb des Meeresspiegels gelegen, verändert der weltgrößte Binnensee periodisch seinen Wasserstand und ist Heimat des kaviarbringenden Störs.

Unweit von Baku erwartet uns ein besonderes Naturschauspiel - die flammenden Felsen von Yanar Daǧ. Ebenso gespeist aus unterirdischen Erdgasvorkommen sind die zahlreichen Schlammvulkane unterschiedlicher Größen und Intensitäten, die uns in Qobustan ’entgegenblubbern’.

Der Erhalt der einmaligen Artenvielfalt zwischen Kaukasus und Kaspisee ist Ziel eines nationalen Schutzprogramms, auch mit deutscher Unterstützung. Im südlich von Baku, in einer Halbwüste gelegenen Sirvan-Nationalpark, können wir nicht nur Kropfgazellen beobachten, sondern auch mehr über den Naturschutz in Aserbaidschan erfahren.

An den Ausläufern des Großen Kaukasus entlang verläuft ein Teil unserer Reise. Neben unvergesslichen Eindrücken werden wir dabei auch kleinere Spaziergänge in diese imposante Bergwelt unternehmen, die auch schon Alexandre Dumas im 19. Jahrhundert in seinen Kaukasus-Erlebnisse detailiert beschrieben hat.

Ein Höhepunkt wird dabei der Ausflug zum Ilisu-Nationalpark, bekannt für seine geschwefelten Thermalquellen werden. Auch der Kleine Kaukasus zieht sich über Georgien kommend bis nach Aserbaidschan. Er wird uns visuell am Ende dieser eindrucksvollen Reise begleiten.

Lernen Sie mit uns ein nahezu unbekanntes Land, gesegnet mit unbeschreiblichen Naturreichtümern, interessanter Geschichte und herzlichen Menschen kennen!

Yaxşı yol! Glückliche Reise!

 

Termine und Reisepreise Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel Bildtitel
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Termine:
30.04. - 08.05.17       04.06. - 12.06.17
30.07. - 07.08.17       10.09. - 18.09.17
pro Person: 2150,- €