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Studienreisen nach Bulgarien - Landesinformation


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Bulgarien

Thrakisches Gold,
sonnengereifter Wein, eigene und fremde Reiche

Das am Schwarzen Meer gelegene Bulgarien und der Balkan sind untrennbar verbunden: nicht nur durch geschichtliche Ereignisse, sondern vor allem wegen des gleichnamigen Gebirges. Der Balkan durchzieht das Land in Ost-West-Richtung und trennt es in einen nördlichen und südlichen Landesteil mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen.

Mit einer Fläche von 111.000 km2 entspricht Bulgarien etwa der Größe von Ostdeutschland, allerdings mit einer wesentlich geringeren Bevölkerungsdichte bei weniger als 8 Millionen Einwohnern. Außer den etwa 85% Bulgaren, von denen ein Großteil bulgarisch-orthodox sind, zählen muslimische Türken mit ungefähr 10% und Roma mit unter 5% zu den größten Minderheiten im Land. Die Landessprache ist Bulgarisch, zugehörig dem Südslawischen mit einem kyrillischen Alphabet, das aus einem von den Slawenaposteln Kyrill und Methodius bereits im 9. Jahrhundert geschaffenen hervorgegangen ist.

Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union seit Januar 2007 ist für Bulgarien ein vorläufiger Endpunkt einer durchaus wechselhaften Geschichte:

Die günstigen klimatischen und geographischen Bedingungen nutzend, siedelten sich auf dem Gebiet des heutigen Bulgariens schon frühzeitig Menschen an. Besonders erwähnenswert, auch aufgrund ihres kulturellen Erbes, sind die seit der Jungsteinzeit ansässigen thrakischen Stämme. Die Thraker waren nicht staatsbildend und wurden von den Makedoniern überrannt, während griechische Kolonisten sich an der Schwarzmeerküste ansiedelten.

Nach der Zeitwende gliederten die Römer das Gebiet ihrem Reich an.

Das 7. Jahrhundert markiert zwei bedeutsame Einwanderungen: zum einen siedelte sich das Turkvolk der Bulgaren, die Protobulgaren, unter Gründung eines Khanats an und zum anderen drangen von Norden slawische Stämme in das Gebiet vor. Und mit der Annahme des orthodoxen Christentums 863 war eine dritte kulturelle Wurzel der heutigen Bulgaren gelegt.

Die fortwährende Rivalität mit Byzanz führte 1018 zum Untergang einer ersten bulgarischen Staatlichkeit, die allerdings 1185 wiederhergestellt werden konnte. Das osmanische Reich sicherte sich dann aber einschneidend seit Ende des 14. Jahrhunderts seine Dominanz.

Eine geschichtliche Zäsur stellt das Jahr 1878 dar: Nach dem Sieg russischer Truppen und örtlicher Freischärler über die Osmanen und durch die imperiale Berliner Konferenz wurde Bulgarien ein Fürstentum, zunächst in Abhängigkeit von Russland und als formaler Vasallenstaat des Osmanischen Reiches.

In den folgenden bewaffneten Auseinandersetzungen versuchten die Machthaber in Bulgarien ihre Unabhängigkeit zu sichern und ihren territorialen Einfluss zu erweitern. Mit der Ausrufung eines Königsreiches unter Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha 1908 erlangte Bulgarien seine volle Souveränität, wenngleich durch wechselnde Siege und Niederlagen mit den Nachbarn in den beiden Balkankriegen 1912 und 1913, im Ersten und Zweiten Weltkrieg die Grenzen öfters verschoben wurden.

Von einem Zarenreich zur Volksrepublik gewandelt, war Bulgarien danach einer der engsten Verbündeten im sowjetischen Machtbereich.

Auch Bulgarien durchlebt seit 1989 eine gesellschaftliche Transformation hin zu Demokratie und Marktwirtschaft.

Ein Novum in den Reformstaaten Mittel- und Osteuropas war die Wahl des letzten bulgarischen Kindzaren Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha zum bulgarischen Ministerpräsidenten 2001. Den populistischen Anspruch, das Land innerhalb von 800 Tagen zu reformieren, konnte allerdings auch er nicht erfüllen.

Um der beeindruckenden Vielfalt an Landschaften und Zeugnissen vergangener und heutiger Kulturen gerecht zu werden, bieten wir zwei unterschiedliche Reisen nach Bulgarien an, die auch zusammen buchbar sind:

► Aktivstudienreise Ostbulgarien:
     Entlang der Schwarzmeerküste mit ihrem Hinterland
     vom Strandža-Gebirge zur Donau

 
► Studienrundreise Westbulgarien:
     Durch die bulgarischen Gebirge

 

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