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Studienreisen nach Georgien - Landesinformation


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Georgien

Stolze Recken im Tigerfell und Maßanzug

Georgien ist mit seinen 69.700 km² Fläche etwas kleiner als Bayern. Das eurasische Land wird landschaftlich eingerahmt vom Großen Kaukasus als natürliche Grenze zu Russland im Norden und Aserbaidschan im Nordosten, dem Kleinen Kaukasus als Abgrenzung zur Türkei und zu Armenien im Süden, sowie, Aserbaidschan im Südosten und schließlich dem Schwarzen Meer im Westen. Dazwischenliegende Gebirgsrücken teilen zudem Georgien in einen westlichen und östlichen Landesteil mit einigen Hochplateaus und Flussniederungen.

Reizvoll sind neben den zahlreichen Berggipfeln - zwei Fünftausender befinden sich auf georgischem Gebiet - die natur-gewaltigen Bergtäler. Ähnlich vielfältig sind auch Tierwelt, Vegetation und klimatische Bedingungen - von subtropisch bis alpin.

Gegenwärtig leben nach größeren Emigrationen noch 4,6 Millionen Einwohner in Georgien, über 80% von ihnen sind ethnische Georgier. Größere Minderheiten existieren überwiegend in den Grenzregionen zu ihren ethnischen Nachbarstaaten.

Das die Landschaft schon früh begehrt war, bezeugen nicht nur die unlängst gefundenen menschlichen Überreste - mit 1,75 Millionen Jahren die ältesten außerhalb Afrikas -, sondern auch einige griechische Sagen, so vom Goldenen Vlies, der Medea und den Argonauten. Selbst Prometheus soll im Kaukasus sein Leid erduldet haben.

Wechselnd fremdbestimmt waren auch die Georgier über weite Zeiträume durch Römer, Griechen, Perser, Araber, Mongolen, Osmanen und Russen. ’Eigene’ Entwicklungen markierten die Einführung des Christentums bereits im 4. Jahrhundert - datiert auf 337, die Verschriftlichung des Georgischen im 5. Jahrhundert mit einem eigenen Alphabet und die königlichen Regierungszeiten von David dem Erbauer und seiner Urenkelin Tamara im 12. und 13. Jahrhundert.

Georgische Fürstentümer existierten zwar auch bis zur schrittweisen Eingliederung an Russland ab Anfang des 18. Jahrhunderts, waren aber territorial begrenzt und untereinander zerstritten. Auch im 20. Jahrhundert stand Georgien bis zur Unabhängigkeit 1991 unter russischem bzw. sowjetischem Einfluss, von einer dreijährigen intermediären Phase nach 1918 abgesehen.

Georgischen Ursprungs sind einige der ranghöchsten sowjetischen Führer gewesen: Stalin, Berija, Ševardnadze. Mit den ersten beiden sind Verbannungen und Tod verbunden, gerade auch für Georgier. Ševardnadze ist dagegen als Außenminister Gorbacëvs bekannt. Nach 1992 übernahm er die dann die Staatsführung Georgiens und beendete bürgerkriegsähnliche Unruhen und die Sezessionskriege mit den Abchasen, Südosseten und Adschariern.

Die Regierungszeiten von Ševardnadzes Nachfolger Mixeil Saakašvili, der als Personifizierung der ’Rosenrevolution’ gilt, kennzeichnen vor allem liberale Wirtschaftsreformen, eine staatliche Machtkonzentration, die Wiedereingliederung Adschariens und eine neue Flagge. Sie ziert in unzähligen Ausgaben und Variationen den öffentlichen Raum in Georgien. Um der Zugehörigkeit zu Europa einen visuellen Ausdruck zu geben, wehen zudem die offiziellen Kreuzfahnen immer im Doppelpack mit dem europäischen Sternenbanner.

Das Außenverhältnis mit Russland ist seit Jahren angespannt - ursächlich wegen den ungelösten Territorialfragen in Abchasien und Südossetien, sowie der NATO-Orientierung - und befand sich bereits vor der "heißen Phase" im August 2008, als es zu direkten militärischen Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern kam, durch den russischem Wein- und Mineralwasserboykott auf einem Tiefpunkt.

Bereits die innenpolitischen Auseinandersetzungen im Herbst 2007 sorgten für weltweite mediale Aufmerksamkeit und ob die ’Rosen der Revolution’ von 2003 verwelken oder neu erblühen, wird die nahe Zukunft zeigen: auch ein Grund, sich mit diesem multiethnischen Transformationsland im Süden des Kaukasus zu beschäftigen.

Der Mittlerrolle Tbilissis wird auch unsere Reisekonzeption gerecht: Zentral gelegen dient es nicht nur als Basis für Georgien, sondern auch als Endpunkt des vorher stattfindenden Aufenthalts in Aserbaidschan und als Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen in Armenien.

 

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