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Studienreise - Studienreise - Kaliningrader Gebiet


Landschaft im Baltikum

Kaliningrader Gebiet:
Von Ordensburgen zu orthodoxen Kathedralen

Trotz der Kurischen Nerung kann das Kaliningrader Gebiet nicht als ein klassisches Reiseziel bezeichnet werden. Aber, mit oder ohne ostpreußische Wurzeln lässt sich viel Interessantes entdecken und erfahren: von der Natur wieder zurückgeholter Kulturraum, Bauliches ohne Erben und Menschen auf der Suche nach Identitätsstiftendem. Gehen Sie mit uns auf eine zeitenübergreifende Spurensuche:

Добро пожаловать! Herzlich willkommen!

Pruzzen, Preußen und Russen

Die Pruzzen, von deutschen Ordensrittern ausgerottet und assimiliert, waren ein baltischer Ethnos, ähnlich den Litauern und Letten. Die Ordensritter selbst gingen in der Adelsschicht Ostpreußens auf. Die Zäsur nach 1945 geschah tiefgreifend mit einem Bevölkerungs-, Namens- und Identitätenwechsel. Damit war der deutsche Eintrag in diesen Kulturraum (fast) besiegelt.

Nur bauliche und landschaftsgestalterische Reste verweisen noch darauf. Alte Baumalleen und Bewässerungsgräben, die sich über Tausende von Kilometern hinziehen, werden uns ständig begleiten. Entlang des früheren Friedrichsgrabens gelangen wir zum idyllischen Fischerdorf Matrosovo (Gilge) - einer Zeitreise gleich.

Wir werden Gelegenheit haben, eines der imposantesten Bauwerke des Deutschen Ordens zu besichtigen. Selbst als Ruine lässt sich an der Ordensburg von Ragnit im heutigen Neman ihr früheres Machtpotential erkennen.

Kirchengebäude gehörten zu den markantesten Bauten ostpreußischer Orte. Sie wurden zerstört, verfielen oder sind umgenutzt worden. In Turgenovo (Groß Legitten) bewahrt und nutzt eine kleine evangelische Gemeinde diese. In Jantarnyj übernahm die Orthodoxie die frühere evangelische Kirche. Aber auch russisch-orthodoxe Neubauten sind errichtet worden, so in Polessk und in Kaliningrad.

Tilsit war eng mit der preußisch-russischen Geschichte verbunden. Auch im heutigen Sovetsk beeindruckt noch immer die Königin-Luise-Brücke als Grenzübertritt, diesmal zwischen Russland und der Schengen-Zone. Bei einem Stadtrundgang lassen sich auch viele Jugendstilelemente an den Häusern als Zeugnisse einstiger Prosperität finden.

Klopse und Käse

Jede Region gebiert ihre traditionellen Gerichte. Bekannt sind die Königsberger Klopse und der Tilsiter Käse. Der Käse wird inzwischen wieder vor Ort produziert und die Klopse vor allem deutschen Touristen aufgetischt. Durch die Neubesiedlung des Gebietes änderten sich nicht nur die Essgewohnheiten. Die Vielfalt der Küche spiegelt die Vielfalt der Nationalitäten wieder und für uns eine Einladung ihr zu folgen.

Bekannt sind auch die Trakehner, eine edle Pferderasse aus dem gleichnamigen Ort. Das dortige Gestüt existiert nicht mehr, aber dank Moskauer Investitionen versucht ein Gestüt in Maëvka, dem ehemaligen Georgenburg an diese Traditionen anzuschließen.

Stadtentwicklung kontrovers

Mehrere Jubiläen in den letzten Jahren haben nicht nur die internationale Öffentlichkeit fokussiert, sondern auch zur Identitätsfindung und zum städtebaulichen Aufschwung beigetragen: der 200. Todestag von Immanuel Kant, der 750. Jahrestag von Königsberg und der 60. von Kaliningrad.

Der Stadt mit den vielen Namen nähern wir uns auf unterschiedlichen Wegen: Ein ausführlicher Stadtspaziergang wird uns auf Neues, Altes aber auch Geplantes verweisen. Besondere Aufmerksamkeit wollen wir der noch immer stadtbestimmenden Befestigungsgeschichte widmen und dabei mit einem Experten auch interessante Nutzungsprojekte für die Basteien, Wälle, Tore und Türme kennenlernen.

Artefakte früherer Bewohner bietet uns das Museum für Geschichte und Kultur, so auch Teile der legendären Prussia-Sammlung.

Die Denkmalsgeschichte ist ein weiteres Kapitel: Immanuel Kant am Dom und das Schiller-Denkmal haben den Zeitenlauf gut überstanden. Lenin musste allerdings umziehen, um Platz für einen Obelisken und die orthodoxe Kathedrale zu schaffen. Der architektonische Gegenpol, der Königsberger Dom, früher dicht umbaut im Herzen der Altstadt, heute einzig prägendes Element der parkähnlichen Pregelinsel, wurde mit deutschem Engagement wieder aufgebaut. Außer einem Besuch werden wir darin auch ein Orgelkonzert genießen.

Nehrung, Haff und Bernstein

Die Sanddünen der Nehrung kennen keine Grenzen. Sie sind auch Teil des gleichnamigen Nationalparks auf russischer Seite und beeindruckt werden wir uns bei einer Wanderung an der Düne "Epha" ihr nähern. Unweit davon und auf der anderen Seite liegt die Ostsee. Entlang der Nehrung gibt es eine der wichtigsten Vogelzugrouten Europas. Bis heute ist die vor mehr als einem Jahrhundert gegründete Vogelwarte Fringilla bei Rybacij (Rossitten) aktiv. Mehr dazu erfahren wir dort bei einer Führung mit einem Ornithologen.

Das Kurische Haff sehen wir von der Kurischen Nehrung aus und bei Polessk und das Frische Haff bei der Hinreise nach Kaliningrad und kurz vor der Abreise in Baltijsk, dem früheren Pillau. Dort genießen wir nicht nur die Umsicht vom Leuchtturm aus, sondern werden auch dem russischen Zaren Peter und seiner Tochter Elisabeth begegnen.

Den einstigen Glanz der Ostseebäder Rauschen und Cranz können wir nur erahnen, wenn wir durch Svetlogorsk und Zelenogradsk spazieren. Beliebt und begehrt sind sie aber auch heute bei den Kaliningradern und den Gutsituierten aus dem russischen Kernland.

Bernstein und Störche

Die südöstlichen Landgebiete der Ostsee sind ein begehrter Brutplatz für Störche. In dem Dorf Uljanovo scheint ihre Metropole zu sein - für uns ein Muss auf unserer Gebietsrundreise.

Untrennbar ist die Region mit dem Bernstein verbunden: ungeachtet des immer noch verschollenen Bernsteinzimmers werden wir uns dem ’Baltischen Gold’ in einem Kaliningrader Museum widmen und auch in Jantarnyj (Palmnicken), bekannt für seinen weltweit einzigen industriellen Abbau in einem Tagebau, Station machen.

Im Kontext der Vergangenheit wollen wir Ihnen somit eine facettenreiche Kultur- und Geschichtslandschaft der Gegenwart mit ihren Perspektiven für die Zukunft zeigen. Bleiben Sie mit uns offen und gespannt...

Счастливого пути! Glückliche Reise!

 

Termine und Reisepreise
► Länderinfo Russland
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Termine:
30.06. - 08.07.17
11.08. - 19.08.17
pro Person: 1670,- €