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Studienreisen nach Kasachstan - Landesinformation


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Kasachstan

Endlose Weiten und atemberaubende Höhen

Kasachstan ist mit 2800 km west-östlicher und 1600 km nord-südlicher Ausdehnung das neuntgrößte Land der Erde. Und doch wissen wir so wenig über dieses riesige Land. Meistens dringen eher Katastrophenmeldungen an unser Ohr, über den schwindenden Aral-See, Nukleartestgelände oder neueste Berichte über den Weltraumbahnhof Baikonur.

In Kasachstan sind mannigfaltige Landschaften in ihrer Einzigartigkeit erhalten geblieben, die mit mitteleuropäischen Maßstäben nicht zu fassen ist. Unendliche Steppen, karge Wüsten und Halbwüsten, über 4000 Seen und bis zu 7000 m aufragende Gipfel des Tien Schan (chin. "Himmelsgebirge") warten mit einer äußerst vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt auf. Nahezu ausgestorbene Arten wie der Schneeleopard, eines der Wahrzeichen des Landes, finden hier ihre letzten Zufluchtsorte.

Auf unserer Reise durch den Osten Kasachstans haben Sie die Gelegenheit, all diese unterschiedlichen, einzigartigen Landschaftstypen zu erleben.

Schmelztiegel der Kulturen

Über 100 Nationalitäten prägen das kulturelle Leben Kasachstans. Von den 15 Millionen Einwohnern erklären sich laut aktuellen Angaben (2004) 57% als Kasachen, 27% als Russen, 3,1% als Ukrainer und 1,5% als Deutsche. Unmittelbar vor und nach Beginn des zweiten Weltkrieges wurden unter Stalin weit über eine Million Koreaner, Deutsche, Krimtataren, Türken, mehrere Kaukasusvölker und andere Volksgruppen aus allen Teilen der Sowjetunion nach Kasachstan deportiert.

Die Kasachen sind mongolisch-türkischer Abstammung. Als eigenständige ethnische Gruppe entstanden sie in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Zuvor haben Wanderungsbewegungen und Eroberungsfeldzüge sowie der Handel auf der durch Kasachstan führenden Seidenstrasse zu vielfältigen Einflüssen geführt. Dschingis Khan und seine Armeen eroberten das Gebiet 1218. Die mongolische Herrschaft beeinflusste Sprache, Kultur und soziale Organisation der Turkstämme ganz Zentralasiens.

Die traditionelle kasachische Kultur war stark geprägt durch das Nomadenleben. Viehzucht war der Kasachen Lebensinhalt. Selbst heutzutage wird in ländlichen Gebieten der traditionelle Gruß der Kasachen verwendet: "Sind Dein Vieh und Deine Seele noch gesund?" und die meisten der traditionellen kasachischen Ausdrücke für Gott und Teufel waren mit Tieren verknüpft.

Die gesamtsowjetische Kollektivierung unter Stalin brachte dem Nomadenleben ein jähes Ende. Diese Zwangssesshaftmachung soll Ende der 20iger Jahre wegen schlechter Vorbereitung fast 2 Millionen Menschenleben unter den Kasachen gekostet haben. Etwa eine Million Menschen flüchtete vor allem nach China und in die Mongolei.

Ursprünglich waren auf dem kasachischen Gebiet polytheistische Naturreligionen verbreitet. Die meisten Kasachen heute sind sunnitische Muslime. Der Islam wurde in den Städten des südlichen Kasachstans bereits im 8. Jahrhundert eingeführt. Die Turk-Nomaden der kasachischen Steppe nahmen den Islam im 11. Jahrhundert an. Die wenigen Kasachen der Städte (meistens Händler) wurden praktizierende Muslime, aber die Hirtennomaden (das allgemeine Volk und der Adel) hatten nur grobes Wissen über muslimische Grundsätze und Praktiken, das sich nun mit den ursprünglichen Naturreligionen vermischte.

Das moderne Kasachstan ist ein säkularer Staat. Der im Dezember 2005 für weitere 7 Jahre im Amt bestätigte Präsident Nursultan Nazarbajev legt großen Wert auf die Gleichberechtigung der verschiedenen Glaubensrichtungen.

Auf dem Weg zur Ölmacht

Das Kasachstan heute ist ein Land in Veränderung. Als letzte der Unionsrepubliken hat es im Dezember 1991 seine Unabhängigkeit erklärt. Astana, per Präsidentendekret seit Dezember 1997 zur neuen Hauptstadt erklärt, steht als Symbol für ein "neues" Kasachstan. Mitten in der kasachischen Steppe gelegen, soll dieses ehemals verschlafene Provinzstädtchen namens Zelinograd bis 2030 zu einer Millionenstadt ausgebaut werden. Astana bedeutet auf kasachisch Hauptstadt. Hier entstehen überwältigende Wohn- und Repräsentationsbauten an kolossalen Achsen, von denen europäische Stadtplaner des vergangenen Jahrhunderts nicht zu träumen wagten. In den Gebäuden spiegelt sich - den arabischen Scheichtümern gleich - der Reichtum Kasachstans an Rohstoffen wider. Das Land verfügt über unermessliche Vorkommen an Erdöl, Erdgas, seltenen Metallen und Mineralien. Im ersten Halbjahr 2005 war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, ein Anstieg des BIP um 9% zu verzeichnen. Nasarbajev scheint kein Ziel zu hoch gesteckt: Bis 2010 soll sein Land zu den fünf größten Ölproduzenten der Welt aufschließen.

 

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