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Studienreise nach Kasachstan - Steppe und Altai


Kiin-Kerisch

Steppe und Altai -
Durchs Land, wo Milch und Honig fließen

Endlose Weiten - die Steppe

Wer hat noch nicht davon geträumt, einmal seinen Blick endlos ins Weite schweifen lassen zu können - nicht begrenzt durch Häuser, Telegraphenmasten oder Zäune? Die kasachische Steppe (Steppe - ein Begriff, dem Russischen entlehnt) beeindruckt die längste Zeit des Jahres durch ihre Kargheit und betört durch den Duft des aromatischen Wermuts. Im Frühjahr erwacht sie für einige Wochen zu einer bezaubernden Frühlingspracht.

Kasachisches Nomadenleben aus vergangenen Zeiten mit riesigen Pferde- und Kamelherden steht uns bildlich vor Augen, besungen und verwoben in zahlreichen kasachischen Liedern und Legenden. Auf unserer Reise zum geographischen Mittelpunkt Eurasiens, gelegen in der weiten kasachischen Steppe, lernen Sie das Heimat-dorf und Schaffen des kasachischen Nationaldichters Abaj Kunabajev (1845-1904), des "kasachischen Goethe", kennen. Ein äußerst eindrucksvolles Mausoleum wurde für ihn und einige seiner Familienmitglieder vor Kurzem errichtet.

Bei den Fischern des Zajsan

Nicht nur die Steppe prägt den Osten Kasachstans. Unser Weg führt uns weiter an den Zajsan-See, ein 100 km langes und 30 km breites Becken, welches vom Schwarzen Jertis (russisch: Irtyš) gespeist wird. Schon Alfred Brehm machte sich hier 1876 auf die Spuren des Kulans, einem Halbesel, der zur Familie der Pferde gehört, und bemerkt: "Die Steppe, welche wir durchritten, war ärmer, öder, die Landschaft großartiger als je zuvor." In einem Fischerdorf werden wir in kasachischen Familien zum Tee eingeladen und erfahren von Mythen über den legen-dären See, aber auch von den aktuellen Problemen der Fischer, die mit immer geringeren Fängen zu kämpfen haben.

Ein Höhepunkt, nicht nur für geologisch Interessierte, sind die bizarren Formationen des Kiin-Kerisch. Auf einem Areal von 300 Hektar laden von Wind und Schmelzwasser stark überformte Lehmberge in unterschiedlichsten Farbnuancen zum Staunen und Entdecken ein.Es handelt sich zudem um ein paläontologisches Naturdenkmal von weltweiter Bedeutung. Spuren der Flora dieses ehemals tropischen Gebietes (Palmen, Magnolien, Gingko u.a.) und Reste uralter Wirbeltiere (Nashörner, Krokodile, Schildkröten, Salamander) wurden hier gefunden.

Ins "Goldene Gebirge" Altai

Sie haben auf unserer Reise die außergewöhnliche Gelegenheit, auf einem relativ kleinen Gebiet die unterschiedlichsten Naturräume zu entdecken.

Zunächst fesseln Sanddünen auf chine-sischer Seite unseren Blick. Keine hundert Meter von der chinesischen Grenze entfernt, führt unser Weg in das "Goldene Gebirge" - den Altai. Mit wie vielen Grüntönen die Natur uns nun labt!Vorbei an Nadelwäldern aus Sibirischen Kiefern, Lärchen und Tannen und farbenprächtigen Hochgebirgswiesen fahren wir zum Markakol’ - einem malerischen Bergsee von 38 km Länge auf 1493 Metern Höhe über NN. Seit 1976 steht das Gebiet wegen seiner einzigartigen Artenvielfalt unter Schutz.

Nicht nur uns fesselt diese Landschaft. Seit Jahrtausenden ist dieses Gebiet besiedelt. Kurgane - Fürstengräber vom Volk der Saken aus der Zeit um 500 v. Chr. - wurden hier von Archäologen erst vor kurzem (1998) entdeckt. Die Saken sind der östlichste Zweig der legendären Skythen. Wir haben die Gelegenheit, bei dem Dörfchen Berel Archäologen über die Schultern zu schauen, die bereits wertvolle Grabbeigaben offen legten.

Saiga und Maral

Ein großes Problem für den Erhalt der vielfältigen Tierwelt Kasachstans ist die Wilderei zur Verwendung in der ostasiatischen Medizin. Eine traurige Berühmtheit erlangten die Saiga-Antilopen. Einstmals zu Millionen die zentralasiatische Steppe bevölkernd, wird ihre Anzahl aktuell nur auf 40000 Tiere weltweit geschätzt. Wegen des begehrten Horns ist sie die Tierart, die momentan weltweit am rasantesten vom Aussterben bedroht ist.Auch dem Maral - dem sibirischen Edelhirsch - droht ein ähnliches Schicksal. Um seinen Bestand zu schützen, vor allem aber als lukrative Einnahmequelle, wurden Zucht-Farmen im Altai-Gebirge gegründet. Aus den jährlich "geernteten Geweihen" wird Pantokrin, ein Heilmittel, dem eine Wirkung als Aphrodisiakum und Verjüngungsmittel nachgesagt wird, gewonnen. Hart Gesottene unter Ihnen können in einem Bad die Wirkung testen.Was hat es nun mit Milchflüssen und Honig auf sich? Das sehen und schmecken Sie auf unserer Reise.

Von Kumys bis Streuselkuchen

Wie das gesamte Land ist auch der Osten Kasachstan geprägt durch eine Vielzahl von Kulturen und Religionen.

Viele Traditionen der Kasachen sind in sowjetischer Zeit in Vergessenheit geraten. Eine Rückbesinnung auf traditionelles Kunsthandwerk findet nun statt. Wir laden Sie ein, diese Kultur mit allen Sinnen kennen zu lernen: einem kasachischen Instrumentenbauer bei der Arbeit zuzuschauen, zu erfahren wie die farbenprächtigen Filzteppiche hergestellt werden, einem Akyn (Dichter und Volkssänger) zu lauschen und die vielfältige kasachische Küche bei einheimischen Familien zu verkosten. Kumys (vergorene Stutenmilch), Kurt (Käse aus Kuh-, Schafs-, oder Ziegenmilch) oder Beschbarmak, das Nationalgericht der Kasachen aus Pferde- oder Hammelfleisch, sind nur einige Beispiele. Sie können dabei erfahren, wie die Menschen mit der neuen Situation seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion umgehen, welche Probleme es gibt, und wie sie diese lösen. Eine Nacht werden Sie bei einer kasachischen Familie verbringen.

Mennoniten und Altgläubige

Von einem völligen Umbruch ihres Lebens sind in den letzten Jahrzehnten auch die Deutschen betroffen. Unter Stalin wurden sie aus den unterschiedlichsten Gebieten der ehemaligen Sowjetunion nach Kasachstan zwangsumgesiedelt. Ein Großteil der vormals ca. eine Million Deutschen ist inzwischen ausgewandert. Wir haben die Möglichkeit, in einem ehemals nahezu vollständig deutschen Dorf mit Dortgebliebenen ins Gespräch zu kommen. Diese wollen vielleicht bald ebenso nach Deutschland auswandern oder haben sich bewusst entschieden zu bleiben. Mit dem Wissen woher sie kommen, wie ihre Lebensumstände waren, werden wir Sie in unserem Land mit anderen Augen sehen.

Schon immer haben die abgelegenen Höhen des Altai Anhänger verfolgter religiöser Strömungen angezogen. Zu ihnen zählen die so genannten Altgläubigen. Sie sind Anhänger einer Glaubensrichtung, die sich im 17. Jahrhundert von der orthodoxen Kirche abgespaltet hat. Sie selbst verstehen sich nicht als Abspalter, sondern als Bewahrer ursprünglicher russisch-orthodoxer Tradition. Jahrhunderte lebten sie abgeschottet von der Gesellschaft und bewahrten alte Bräuche. Wir werden in einem Dorf der Altgläubigen mit ihnen ins Gespräch kommen und diskutieren können, inwieweit es bis heute möglich ist, die Traditionen zu erhalten.

Beherrscher des Atoms

Unsere Reise wird Ihnen auch einen Ein-blick in Zeitgeschichte und aktuelle Probleme im Land geben. Dazu gehört das so genannte "Polygon". 160 km Luftlinie von Semipalatinsk entfernt, wurden bis 1991 auf diesem mit 15.000 km² fast so großem Gelände wie Thüringen, ein Großteil der sowjetischen Atomwaffentests durchgeführt. Laut aktuellen Messungen liegt die Belastung unter den erlaubten Grenzwerten. Sie haben die Möglichkeit, die vom Testgelände 50 km entfernte, ehemals geschlossene Wissenschaftlerstadt Kurèatov zu besuchen. In einem Museum können Sie Genaueres über diese dunkle Seite der kasachischen Geschichte erfahren.

Semipalatinsk hat jedoch weit mehr zu bieten. Auch wenn Sie Kurčatov nicht besuchen möchten, werden sie in der heimlichen geistigen Hauptstadt des Landes kulturell voll auf ihre Kosten kommen. Bei einem Besuch im sehenswerten Semipalatinsker Kunstmuseum (dem kasachischen Louvre) können Sie Kunstwerke von K.P. Brüllow, Fritz Uhde, Vertretern der Wanderer und moderne kasachische Kunst bewundern. Eine Führung durch die sehr ansprechend gestaltete Ausstellung im Dostojewskij-Museum rundet den Besuch der Stadt ab. Fjodor Dostojewskij verbrachte in Semipalatinsk die zweite Etappe seiner Verbannung (1854-1859).

Vielfältige Landschaften, fremde Kulturen und liebenswerte Menschen können Sie mit uns auf dieser Reise kennen lernen.

Seien Sie neugierig!

 

 

Termine und Reisepreise Taiga am Fuss des Altai Flussseeschwalbe am Irtyš Mausoleum für Abaj Rittersporn Der Österreichische Weg im Altai
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Termine:
14.07. - 29.07.17
18.08. - 02.09.17
pro Person: 3130,- €