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Studienreise nach Lettland


Landschaft im Baltikum

Lettland:
Das Land der Burgen, des Jugendstils und der Dainas

Die Metropole Riga allein stellt schon ein überaus lohnendes Reiseziel dar. Wir werden darüber hinaus aber auch die anderen Regionen des Landes nachhaltig erkunden. Altertümliche Burgen, herrschaftliche Schlösser, Wanderungen in landschaftlich geschützten Gebieten werden uns Einblick in ein facettenreiches Lettland geben.

Esiet sirsnīgi sveicināti! Herzlich willkommen!

Kulturelle Schnittstelle und urbane Seele des Baltikums

Riga dominiert Lettland durch seine Dimension, seine Einwohnerzahl, seine kosmopolitische Urbanität, seine zentrale Lage und sein Alter. Die Stadt, 1201 vom deutschen Bischof Albrecht gegründet, und ist mit ihrer Vielzahl sehenswerter Bauwerke einzigartig. Das wiederaufgebaute Schwarzhäupterhaus, die Gebäude der Gilden, hanseatische Speicher, die Ordensburg, der Rigaer Dom, die Sankt Petri Kirche, das Freiheitsdenkmal und der Boulevard-Ring mit seinen Park-Anlagen sind Höhepunkte unserer Stadterkundung. Wir werden uns Riga auch auf andere Weise annähern: bei Gesprächsabenden zu Geschichte und Politik und durch thematische Touren.

Mit einem Drittel der Bauten des Stadtzentrums dominiert der Jugendstil und zeugt vom früheren Reichtum seiner Stadtbürger. Die Besonderheit des Rigaer Jugendstils, die durch die Verwendung von traditionellen und folkloristischen Elementen geprägt ist, weist daher national romantische Züge auf. Die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe hat das Zentrum aber auch den Holzbauten zu verdanken, die das "ursprüngliche" Riga dokumentieren.

Jüdische Geschichte

Rigas jüdische Geschichte begann erst nach Aufhebung des Ansiedlungsverbots Mitte des 19. Jahrhunderts und fand ihr katastrophales Ende durch die von den Deutschen initiierte Vernichtung. Erst mit der Wiedererrichtung eines unabhängigen Lettlands war sowohl eine Wiederbelebung jüdischen Lebens als auch eine nun beginnende Vergangenheitsaufarbeitung möglich. Diesem Problemkreis wollen wir durch eine spezielle Führung, den Besuch des Jüdischen Museums und ein Zeitzeugengespräch näher kommen. Zeugnisse der jüngsten Vergangenheit, die mit den sowjetischen und der deutschen Besetzung verbunden sind, werden im Okkupationsmuseum Lettlands dokumentiert und erforscht. Wir werden bei einer Besichtigung Gelegenheit haben, uns mit diesen einschneidenden Kapiteln lettischer Geschichte und ihrer Komplexität vertraut zu machen.Eine Weltstadt lesend zu entdecken, ist eine unvergessliche Art des Erlebens: Ein Abendspaziergang wird uns die Bewohner von Riga näherbringen. Auf literarische Weise lernen wir mehr oder weniger berühmten Zeitgenossen der Stadt kennen.

Balsam für den Gaumen

Dunkel bis schwarz sind beide und auf die Dauer auch ziemlich süß. Den Schokoladenläden und Kaffeehäuser entkommt kein Gourmet beim Anblick der kunstvollen Leckereien. Seit neuestem dreht auch eine historische Straßenbahn, die als Schokoladenmuseum dient, ihre Runden durch das Rigaer Zentrum. Dies werden wir uns ebenso wenig entgehen lassen wie den schwarzen "Balzams" - die Kräuterspezialität Lettlands. Er wird pur, als Kaffeespezialität oder gemixt Gaumen, Magen und Seele erfreuen.

Singende Letten

Unbestritten ist die Sangesfreude eine der Wurzeln der lettischen Kultur. Dainas, die Volkslieder der Letten, sind in der Regel Vierzeiler und identitätsstiftende Ausdrucksformen. Regelmäßige Sängerfeste zählen zu den kulturellen Marksteinen. Untrennbar mit ihnen ist Krišjānis Barons (1835-1923) verbunden, der als Vater der Dainas den Grundstock zu einer systematischen Sammlung gelegt hat. Heute werden mehr als eineinhalb Millionen Dainas aufbewahrt - ebenso viele, wie es Letten gibt.

Auf dem Gelände der Burg von Turaida befindet sich einer der Plätze, auf denen lettische Sangestraditionen gepflegt werden. Zu Ehren von Barons wurde hier ein Dainas-Garten mit Skulpturen angelegt. Im Ethnografischen Freilichtmuseum, das wir besuchen, sind nicht nur die traditionellen Holzbauten aus den vier Regionen Lettlands wiedererrichtet, sondern werden auch lettische Volksbräuche gepflegt.

Naturreichtümer

Endlose Kiefernwälder, zahlreiche Seen und Flussläufe durchziehen die lettische Landschaft. Die Küsten säumen kilometerlange weiße Sandstrände, die unberührt erscheinen. Die Letten selbst sagen von sich, dass ihre Seele dem Land gehört. In der lettischen Folklore, Mythologie und in den Dainas hat die Natur mit ihren Jahreszeiten, Erscheinungen und Reichtümern einen festen Platz eingenommen.

Wir erleben, im Kontrast zu Rigas Urbanität, Momente dieser Naturverbundenheit und die natürliche Schönheit des Landes Wir werden eine Wanderung im Gauja-Nationalpark unternehmen und die Reize des Slītere-Nationalparks entdecken. Dort finden wir auch noch erhaltene livische Dörfer, deren Einwohner zur finno-ugrischen Volksgruppe zählen.

Steinerne Zeugen vergangener Herrschaften

Lettland unterteilt sich in vier historische Regionen, deren Namensgeber die früheren indigenen baltischen und finno-ugrischen Volkstämme waren, die größtenteils assimiliert oder ausgelöscht wurden. Im Westen ist dies Kurzeme (Kurland), im Süden Zemgale (Semgallen), im Norden Vidzeme (Livland) und im Osten Latgale (Lettgallen).

Mehr als 650 Burgen und Schlösser verteilen sich über das ganze Land und sind zum größten Teil deutschen Ursprungs. Sie bereichern damit als weiteres kulturgeschichtliches Erbe diese faszinierende Landschaft. Alle werden wir nicht entdecken können, aber ein paar von ihnen werden uns ihre Gemäuer zur Besichtigung öffnen und damit Zugang zu diesem historischen Kapitel gewähren.

Kurzeme (Kurland) werden wir auf unterschiedlichen Routen zwischen unserem Fährhafen Ventspils und Riga durchqueren. Dabei werden wir Burgen und idyllische Kleinstädte erkunden, am nördlichsten Weinanbaugebiet Europas vorbeikommen, die reizvolle Küstenlandschaft der Rigaer Bucht in Augenschein nehmen und Gelegenheiten haben, lettische Gastfreundschaft zu genießen.

In Vidzeme (Livland), eingebettet in das Urstromtal der Gauda, erheben sich die Bischofsburg in Turaida, die Ruinen der Ordensburgen in Sigulda und Cēsis. Eine wieder aufgebaute hölzerne Wasserburg der Lettgaller aus dem 9. Jahrhundert in Āraiši wird uns Einblick in ihre Frühgeschichte geben. Bei einer Rundfahrt durch Zemgale (Semgallen) erwarten uns historische Stadtkerne, Burgberge.

Francesco Bartolomeo Rastrelli, der Erbauer des Petersburger Winterpalais, hat auch auf lettischem Gebiet seine Spuren hinterlassen. Das Schaffen dieses Architekten werden wir eindrucksvoll in Jelgava und Rundale besichtigen können.

Laimīgu ceļu! Glückliche Reise!

 

 

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Termine:
15.07. - 24.07.17
26.08. - 04.09.17
 
pro Person: 1490,- €