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Studienreise nach Litauen


Landschaft im Baltikum

Litauen: das Land von Gediminas und Vytautas

Unsere Reiseroute wird uns zu dem wunderschönen Kurort Druskininkai, nach Vilnius, Kaunas, Trakai und Kernavė, die Hauptstädte des einstigen und jetzigen Litauens, zu verschiedenen Nationalparks und ans Meer führen. Wir werden auf dem Weg Klosteranlagen besuchen, Litauens Natur genießen, auf Europas höchsten Sanddünen wandern, eine Flussfahrt unternehmen und zahlreiche Gelegenheiten haben, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.

Sveiki atvykę! Herzlich willkommen!

Zwei ungleiche Brüder

Den Einstieg in unser Reiseland beginnen wir von Polen aus, mit dem Litauen Jahrhunderte verbunden war. Im 19. Jahrhundert begann sich eine Nationalbewegung zu emanzipieren, die sich nicht nur von der zaristischen Vorherrschaft, sondern auch von der polnischen Wirtschafts- und Hochkulturdominanz löste.

Litauisch-polnische Beziehungen waren nicht immer spannungsfrei. So war in der Zwischenkriegszeit Kaunas "zeitweilige Hauptstadt", während Vilnius, gegründet vom litauischen Großfürst Gediminas, polnisch verwaltet war. Im historischen Bewusstsein der Litauer noch präsent ist die Heirat Jogailas mit der polnischen Königin Hedwig. Damit ging die letzte europäische Christianisierung vonstatten und die Polnisch-Litauische Union wurde begründet. Der litauische Großfürst Vytautas vergrößerte das Gebiet bis zum Schwarzen Meer und sicherte sich mit dem Sieg über den Deutschen Orden bei Tannenberg seinen Platz in der Geschichte.

Die Großfürsten werden uns vielfältig begegnen: bei litauischen Vornamen und Mineralwässern, als Straßen- und Universitätsnamen und vor allem auch als Denkmäler.

Der Wald und das Meer

Die Litauer sind mit dem Wald untrennbar verbunden. Das Meer allerdings war ihre große Sehnsucht, denn über Jahrhunderte hinweg hatten sie keinen Zugang zur Ostsee.

Die Deutschen haben ihren Goethe, die Litauer ihren Komponisten, Maler und Dichter Mikalojus Konstantinas Čiurlionis (1875-1911). Mit "Wald" und "Meer" sind nicht nur Natur-beschreibungen verbunden, sondern zwei der bedeutendsten sinfonischen Werke des vielseitigen Künstlers. In Druskininkai, dem ersten Ort unserer Begegnung mit diesem reizvollen Land, werden wir im Haus-Museum mehr über sein Leben und Schaffen erfahren.

Der Nemunas (Memel) ist ein Wegbegleiter unserer Entdeckungen. In Druskininkai wandeln wir an seinen Ufern, auf dem Weg zur Kurischen Nehrung folgen wir ihm ebenso. Der beeindruckende Fluss ist auch die natürliche Grenze zwischen Litauen und dem Kaliningrader Gebiet, dem früheren Ostpreußen.

Auch Čiurlionis werden wir wiederbegegnen. In Kaunas, bei einem Besuch des dortigen Museums, haben wir die einmalige Gelegenheit, seine Gemälde und seine Kompositionen visuell und akustisch wahrzunehmen.

Das Erbe von Lenin und Stalin

Vergangenheitsbewältigung anderer Art erwartet uns im Grutas-Park. Ein litauischer Unternehmer hat landesweit die in der Unabhängigkeitsphase gestürzten Denkmäler kommunistischer Führer gesammelt und wieder aufstellen lassen - begleitet von scharfen Polemiken, gesetzlichen Verbotsinitiativen, aber auch einem großen Besucheransturm.

Das Verhältnis der Litauer zum Sozialismus sowjetischen Stils ist tief geprägt von den ersten Phasen der Sowjetisierung. Vor allem die Deportationswellen und der bewaffnete Widerstand sind Schlüssel im Verständnis litauischer Sichten auf die jüngste Vergangenheit. Wir wollen versuchen, uns diesem wenig bekannten Kapitel zu nähern, mittels Zeitzeugen-Führung durch das KGB-Museum in Vilnius, Hintergrundinformationen und einer Begegnung mit einem "Waldbruder".

Naturgötter und Katholizismus

Eigentlich ein Widerspruch, aber als letztes heidnisches Volk in Europa zum katholischen Christentum bekehrt, haben sich die Litauer symbiotisch den alten und den neuen Glauben bewahrt. Ein weltweit einmaliges Zeugnis davon sind die, meistens aus Holz gefertigten, Kreuzschnitzereien und ihre Symbolik, denen wir immer wieder begegnen werden. Auf unserer Reise werden wir nicht nur das eindrucksvolle Dominikaner-Kloster Liškiava besichtigen und das herrliche Panaroma mit mäanderndem Nemunas und Dzūkija-Nationalpark bewundern können, sondern bei einem Gespräch mit einem Jesuitenpater Interessantes über die Religiosität und das Verhältnis zwischen Glauben und Gesellschaft erfahren.

Litauische Machtzentren

Das geistig-kulturelle Zentrum des heutigen Litauens ist zweifelsfrei wieder Vilnius. Im 14. Jahrhundert durch Großfürst Gediminas gegründet, war Vilnius lange Zeit das litauische Machtzentrum gewesen. Viele architektonisch interessante Baudenkmäler künden davon.

Wir werden staunend entdecken, dass der Barock Vilnius prägt. Das größte Barockensemble nördlich der Alpen ist aber nur ein Teil von Vilnius. Augenfällig sind die mehr als 40 Kirchen unterschiedlichster Baustile und Konfessionen, die sich in der kompakten Altstadt befinden. Der gotische Winkel mit der wunderschöne St. Annen-Kirche, die schon Napoleon gerne mitgenommen hätte, die klassizistische Kathedrale, der mittelalterliche Gediminas-Turm, die Kirche St. Peter und Paul mit ihren über 2.000 barocken Stuckelementen werden uns ebenso faszinieren, wie das altehrwürdige Universitätsgelände aus dem 16. Jahrhundert im Herzen der Stadt. Niedriggeschossige Wohn- und Geschäftshäuser, verwinkelte Gassen, malerische Innenhöfe werden uns das Gefühl geben, in eine vergangene, konservierte Welt einzutauchen. Die steinernen Zeugen können uns leider wenig über die ursprünglichen Bewohner erzählen, vor allem in den Gassen des jüdischen Viertels. Vilnius, das litauische Jerusalem, war vor der Vernichtung Zentrum des osteuropäischen Judentums. Das Kulturerbe dieser Litwaken zu bewahren und zu erforschen ist Aufgabe des Jiddischen Instituts, bei dem wir zu Gast sein werden.

Kaunas werden wir als litauischste Stadt erfahren - konservativ, patriotisch und die Vytautas-Stadt. Im Machtzentrum der ersten Republik werden wir Repräsentativbauten der 1930er Jahre erleben, als Gegenpol zum mittelalterlichen, hanseatischen Stadtkern und einer Sammlung Tausender Teufel.

Ohne Trakai und Kernave, den Herrschaftsorten litauischer Großfürsten, wäre unsere Reise unvollständig. Trakai ist nicht nur berühmt durch seine Wasserburg, sondern auch seit Vytautas als Siedlung der Karaimen, einer jüdischen Sekte. Kernave dagegen, Sitz des ersten und einzigen litauischen Königs Mindaugas, lockt mit imposanten archäologischen Funden.

Sand, Bernstein und Meer

Das Ende der Reise führt uns auf die Kurische Nehrung mit ihren mächtigen Sanddünen, dem idyllischen Thomas-Mann-Sommerhaus und dem skulpturenreichen Hexenberg, danach nach Klaipeda, dem einzigen litauischen Hafen, mit seinen deutschen Fachwerkhäusern und der Bernsteinsammlung in Palanga.

Laimingos kelionės!
Glückliche Reise!

 

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Termine:
08.07. - 16.07.17
19.08. - 27.08.17
pro Person: 1490,- €