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Studienreise - Serbien


Landschaft

Serbien:
Land des Heiligen Sava, der Sava und des Bureks

Von der pannonischen Tiefebene bis zum Sandžak und den Ausläufern des Balkan-Gebirges erstreckt sich heute die Kulturlandschaft Serbiens. Eisernes Tor, Belgrad und Novi Sad sind bekannte Orte eines ansonsten wenig bekannten und verkannten Landes, dessen vielfältige Facetten wir uns aber erschließen wollen.

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Donau und andere Wasserläufe

Unser Weg durch Serbien wird sich immer wieder mit wasserreichen Flüssen queren. Die Donau ist dabei der prägendste. Sie fließt auf einer Länge von 588 km durch das Land und ist auch über weite Strecken eine natürliche Grenze zu den Nachbarn. Spektakulär ist der Donauverlauf am Eisernen Tor, einem kilometerlangen Gebirgsdurchbruch. Im dortigen Nationalpark Ðerdap werden wir nicht nur interessante Aussichten, sondern auch bei einer Wanderung geschützte Natur genießen.

Bereits auf dem Weg in den bergigen Südwesten Serbiens wird uns die Drina begleiten, mächtiger Nebenfluss der Sava, Grenze zu Bosnien-Herzegowina und literarisch durch den Nobelpreisträger Ivo Andrić berühmt.

Am Zusammenfluss von Donau und Sava thront auf mehreren Hügeln strategisch günstig die heutige Hauptstadt Belgrad. Die weiße Stadt war schon über Tausende von Jahren ein bevorzugter Siedlungsort und ebenso begehrt bei den mannigfaltigen Eroberern. Handel und politische Machtambitionen bestimmten nicht nur die Belgrader Geschichte. Abgesehen von der Festung sind die meisten Gebäude aber erst in den letzten beiden Jahrhunderten entstanden, als sich Belgrad zu einer Metropole europäischen Ausmaßes entwickelte.

Ebenso am Donaulauf liegt Novi Sad, zweitgrößte Stadt Serbiens und das regionale Zentrum der autonomen Vojvodina mit ihren unzähligen Bauernhöfen, die, als Salaš bezeichnet, auch uns gepflegte Landgastronomie bieten. Diese fruchtbare Kulturlandschaft wird durch zahlreiche natürliche und künstliche Wasserläufe durchzogen. Ob Fisch, Wein, Tabak, Honig oder feurig-slowakische Salami - interessante Geschichten dazu können wir immer mal wieder hören und natürlich auch geschmacklich erleben.

Römische Sandalen und Kaiser

Das Gebiet des heutigen Serbiens wurde schon von alters her menschlich besiedelt. Einige Ausgrabungsstätten, so in Lepenski Vir zeugen davon. Aber erst zu römischen Machtzeiten erfolgte ein architektonischer Schub, deren kulturhistorische Hinterlassenschaften wir heute auf der "Straße der Römischen Kaiser" finden können. Mehr als ein Dutzend Imperatoren haben ihren Ursprung und vor allem ihre militärische Karriere hier begonnen. Interessante Ausgrabungsorte, so Mediana, die UNESCO-Welterbestätte Gamzigrad und Viminacium zeugen von einer massiven römischen Präsenz. Und wo die Römer einst waren, gibt es auch heute noch interessante Weinbauregionen, die zu Verkostungen reizen.

Klöster und Festungen

Zu Zeiten des serbischen Mittelalters im 13. und 14. Jahrhundert und bis zur osmanischer Machtübernahme entwickelten sich im orthodoxen Kirchen- und Klosterbau unterschiedliche Architekturstile, beginnend mit dem Račka-Stil über die mazedonische Schule bis zum Morava-Stil. Allein die architektonische Vielfalt mag manchem eine kunsthistorische Reise wert sein und wir haben natürlich auch ein paar davon in unserem Besuchsprogramm, so in der Fruška Gora und im Sandžak. Im Kloster Mileševa erwartet uns nicht nur die linke Hand vom Heiligen Sava und die beeindruckenden Klöster Sopoćani, Ðurđevi stupovi und Studenica sind sakrale Baukunst mit UNESCO-Weltkulturerbe-Status.

Weltliche Herrscher investierten dagegen einiges in den Erhalt ihrer Machtgebiete bis in die Neuzeit hinein, besonders an den Nahtstellen zwischen den Imperien. Besuchenswerte befestigte Anlagen in Niš, Golubac, Belgrad und Novi Sad zeugen davon. Die Festung Kalemegdan ist wegen ihrer exponierten Lage heute vor allem eine aktive Erholungsstätte der Belgrader. Währenddessen haben sich in den Gewölben der ausgedienten Festung Petrovaradin, eine der größeren in Europa und vor den Toren von Novi Sad gelegen, Künstler aller Art mit ihren Ateliers angesiedelt. Zudem dient die Anlage als Veranstaltungsort für das alljährliche internationale Musikfestival EXIT.

Habsburger und Osmanen

Durch das Gebiet des heutigen Serbiens verlief einst die Grenze zwischen West- und Ostrom und der Friedensvertrag von Karlowitz, ausgehandelt 1699 zwischen dem Osmanischen Reich und Habsburger Imperium, führte zu dessen kulturgeschichtlichen Zweiteilung entlang der Donaulinie.

Südlich bestimmten weiterhin bis zur serbischen Eigenstaatlichkeit die Osmanen die Geschicke und baulich die urbanen Räume. Noch heute siedeln im Sandžak muslimische Minderheiten und nicht nur Blätterteiggerichte wie der Burek, gerne auch mit Joghurt, haben überdauert.

Dagegen entwickelte sich der von Österreich-Ungarn verwaltete, nördliche Teil abendländisch. Die Vojvodina ist bis heute multiethnisch, auch wenn sich die Zusammensetzungen im Zeitenlauf geändert haben. Der Barock beeinflusste die Architektur, später auch ungarische Jugendstilkeramik. Buntgekachelt erwarten uns nicht nur Kirchen und Rathäuser. Selbst die Synagoge in Subotica hat sich diesem Stil angepasst.

Ethno-Haus und Eurokrem

Serbiens Bewohner gelten als traditionell, volkstümlich und landverbunden. Zahlreiche Gebäude mit ihren Inneneinrichtungen, vor allem außerhalb größerer Ansiedlungen, sind im Ethnostil gehalten und werden uns immer mal wieder begegnen. In Tršić haben wir Gelegenheit, uns historisch-ethnographisch mit Vuk Karadžić , dem Begründer der modernen serbischen Schriftsprache und seiner Zeit auseinander zu setzen. Auch das Freilichtmuseum in Sirogojno gibt uns einen Einblick in das ländliche Leben einer Bergregion zu vergangenen Zeiten. Das von Bergen umgebene Mokra Gora ist nicht nur berühmt für seine "Šargan Acht", eine wieder in Betrieb genommene Schmalspurbahn, die uns eine landschaftlich beeindruckende Fahrt wert ist. Dort hat sich auch Emir Kusturica, der vielleicht bekannteste Regisseur Serbiens, ein Denkmal gesetzt. Als Filmkulisse errichtet, bietet es heute Raum für eine künstlerische Interpretation des Ethnostils.

Der Turbofolk ist dagegen die populäre, musikalische Antwort auf die Moderne und die zweifarbige Eurokrem ein kulinarisches Bekenntnis zu Europa - manchmal auch kombiniert mit dem Plazma-Keks, vielleicht eine Reminiszens an Nicola Tesla.

Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Konfessionen sind ein Reiseschwerpunkt. Besonders mit Europa und Serbien in seinem ambivalent-spannenden Verhältnis werden wir uns auf der Reise immer wieder auseinandersetzen: serbisches Mittelalter und Orthodoxie, byzantinischer, osmanischer und habsburgischer Kultureintrag, aber auch heutige serbische Lebenslust.

Cрећан пут!
Gute Reise!

 

Termine und Reisepreise
► Länderinfo Serbien
► Reiseablauf
► Buchung

 
Termine:
13.05. - 27.05.17
02.09. - 16.09.17
14.10. - 28.10.17
pro Person: 2590,- €