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Studienreise in die Ukraine: Kiew & Krim


Argonauten bei Balaklava

Krim und Kiew

Die eigenwillige Schwarzmeer-Schöne
und Gold überm Dnjepr

Atemberaubende Landschaften, dicht gesäte Spuren alter Kulturen und architektonische Perlen - all das macht eine Krimreise unvergesslich. Doch damit nicht genug. Der Besucher findet sich inmitten eines bunten Völkergemischs wieder, einer heterogenen Gesellschaft, die sich im Umbruch befindet. So nimmt die Zahl der Krimtataren zu, die ins Land ihrer Väter zurückkehren und die kulturelle Vielfalt unübersehbar bereichern. Wie überall in der Ukraine greift zudem die Liberalisierung von Politik und Wirtschaft um sich - mit ihren Licht- und Schattenseiten.

Zauber des Orients

Wir beginnen unsere Erkundungen im Palast der ehemaligen Krimkhane in Bachčisaraij am Nordrand des Krimgebirges. 300 Jahre währte die Herrschaft dieser Khane über die Krim und weite Flächen des ukrainischen Festlandes, bevor das Territorium 1783 von Russland annektiert wurde. Als Puschkin den Ort besuchte, war er vom sogenannten Tränenbrunnen im Palast und der Legende seinerEntstehung tief beeindruckt. Er verewigte die tragische Geschichte in dem weltbekannten Poem "Bachčisaraijskij Fontan". Nach unserem Ausflug in die orientalische Kultur steigen wir durch das reizvolle Iosafatov-Tal hinauf zu den Ruinen der Höhlenstadt Čufut Kale. Gegründet im 10. Jh. durch das Nomadenvolk der Alanen, wurde sie Ende des 13. Jh. von den Tataren eingenommen und später von den jüdischen Karaimen besiedelt. Seit dem 19. Jh. verlassen, bietet der Ort neben seinen Ruinen faszinierende Ausblicke über das Bergland, malerische Täler bis hin zur weiten Krimebene im Norden und zum Schwarzen Meer im Süden.

Schatten der Kriege

Sewastopol’ wird uns mit offenen Armen empfangen und nicht ahnen lassen, dass es noch bis in die 90er Jahre Sperrgebiet war. Um diese Stadt von erheblicher militärischer Bedeutung tobten erbitterte Kämpfe während des Krimkrieges 1853-56 und im zweiten Weltkrieg. Man kann die Stadt als angenehme und bizarre Mischung verschiedenster Komponenten beschreiben: russischer Patriotismus, ukrainische Tradition, helle Gebäude im Stile der Stalinarchitektur, Cafés mit westlichem Flair, die Präsenz zweier(!) Schwarzmeerflotten und die Romantik des Schwarzen Meeres.

Griechische Altertümer und die Taufe des Großfürsten Volodymyr

Die reichen Überreste der Stadt Chersones vermitteln eine Ahnung von zweitausend Jahren Geschichte, die von der Gründung durch die Griechen im 6. vorchristlichen Jahrhundert bis zur Zerstörung durch die Tataren im 14. Jh. reicht.Von herausragender Bedeutung ist Chersones durch die Taufe des Kiewer Großfürsten Volodymyr im Jahre 988. Dieses Ereignis markiert den Beginn der Christianisierung Russlands und die Entstehung der Russischen Orthodoxie.

Das griechische Altertum begleitet uns auch in der malerischen Bucht Balaklava, wo angeblich schon die Argonauten angelegt haben. Nach einem unvergesslichen Blick von einer Klippe am Eingang der Bucht erschließt uns eine Bootstour die Faszination der Steilküste von der Seeseite her.

Palmen, Zypressen und die warmen Winde des Südens

Weiter führt uns die Reise zur subtropisch geprägten Südküste. Sie stellt mit ihren Palmen und Zypressenhainen das dar, was viele mit dem Wort Krim verbinden. Hier stieg ab Mitte des 19. Jahrhunderts das Städtchen Jalta zum Modekurort der russischen Aristokratie und des Bürgertums auf.

Wir besuchen den malerischen Zarenpalast von Livadija, in dem 1945 die Jalta-Konferenz stattfand. Der Voroncov-Palast in Alupka wird uns mit einer Mischung aus westlicher und östlicher Architektur überraschen. Er vereint den Tudor-Stil Englands des 16. Jahrhundert mit indisch-orientalischen Elementen. Der Palast von Massandra begegnet uns im Stil der französischen Renaissance. Auch die fantasiereich angelegten Parks dieser Paläste werden wir uns nicht entgehen lassen. Hier erwarten uns zudem traditionsreiche Weinkellereien mit einem Rundgang und Verkostung. In einer liebevoll eingerichteten alten Villa unweit von Jalta werden Sie sich persönlich willkommen fühlen - der beste Ort, um nach einem ausgefüllten Tag zur Ruhe und zu sich selbst zu finden. Von hier aus werden wir in die Bergwelt aufbrechen. Unser Ziel ist der Aj Petri, der mit seinen 1233 Metern Höhe malerisch über der Küste thront. Die Felsspitzen, auch "die drei Zähne" genannt, sind aus Korallen des späten Jura entstanden. Der Weg führt durch Laub- und Nadelwälder, vorbei an schroffen Felsen und kargen Hochplateaus, wobei sich Küsten- und Berglandschaft in immer neuen Ansichten zeigen.

Modekurort Jalta

In Jalta lädt die Uferpromenade ein, die Seele baumeln zu lassen. Ein Stadtrundgang führt uns zu einer russisch-orthodoxen und zur evangelisch-lutherischen Kirche. Wir werden auch die armenische Kirche besichtigen. Ihre sparsame Form- und Farbgestaltung wirkt auf den Besucher in starker Eindringlichkeit.

Im ehemaligen Jaltaer Wohnhaus Anton Čechovs werden wir noch ein wenig von der Gegenwart dieses Menschen mit seiner schmunzelnden Weisheit, seiner Melancholie und seinem Humor spüren. Ohnehin scheint sein Geist in der Stadt noch lebendig zu sein. Mit etwas Glück trifft man seine Dame mit dem Hündchen.

Stille Pfade im Karadag

Weiter führt uns die Reise zur 1389 errichteten genuesischen Festung nach Sudak. Der Name verweist auf ihre Gründer aus Genua. 1475 von den Türken eingenommen, kam sie 1783 schließlich in russische Hand.

Ein Naturerlebnis der besonderen Art erwartet uns im Naturschutzgebiet des Karadag. Der Name deutet auf die schwarze Färbung hin, die dieses Vulkanmassiv von der Umgebung abhebt. Auf unserer 8 km langen Wanderung erwarten Sie bizarre Bergformen, der schwere Duft des Wacholders über sonnenverträumten Berghängen und eine artenreiche Flora und Fauna. Die Exkursion gibt uns Gelegenheit, von einem Experten Genaueres über den Umweltschutz auf der Krim zu erfahren.

Mit Künstleraugen gesehen

Dass die faszinierenden Krim-Landschaften auch Maler in ihren Bann zogen, ist nicht verwunderlich. Einer von ihnen war Maksimilian Vološin. Sein Wohnhaus in Koktebel’ ist heute Museum und wirft nicht nur ein Licht auf den Literaten und Maler selbst, sondern auch auf eine ehemalige Künstlerkolonie zu Beginn des 20. Jahrhundert. Bevor wir die Schwarzmeerküste verlassen, widmen wir unsere Aufmerksamkeit in Feodosija dem Werk Ivan Ajvazovskijs. Er hat das Meer auf zahlreichen Gemälden in den verschiedensten Stimmungen dargestellt und gilt als Meister dieses Sujets.

Goldene Kuppeln überm Dnjepr

Unsere Reise auf die Krim wird eingerahmt von zwei Begegnungen mit Kiew. Genießen Sie den Blick auf den majestätischen Dnjepr, wie er an der Unterstadt vorbeizieht und die Hügel hinaufblinzelt, wo vor anderthalb Tausend Jahren Kij und seine Geschwister Kiew gründeten. Hier im Fluss ließ Großfürst Volodymyr im Jahre 988 seine Untertanen taufen, als er das Christentum einführte. Ein Höhepunkt wird der Besuch der Sophienkathedrale sein. Sie ist ein einzigartiges Denkmal der Kultur und Baukunst der Kiewer Rus’, ja der Weltarchitektur überhaupt. Im Jahre 1054 fertiggestellt, ist sie eine der ältesten erhaltenen Kirchen im ostslawischen Raum. Sie übt nach wie vor eine einzigartige Wirkung auf den Besucher aus.

Folgen Sie uns durch die Gassen mit anderthalb Tausend Jahren Geschichte. Wir werden den alten Stadtkern erkunden, das Kiew des Großfürsten Vladimir und seines Sohnes Jaroslav. Mancher wird sich beim Anblick des Goldnen Tors oder des Kahlen Hügels an Mussorgskis Musik erinnern. Eine Fahrt auf dem Dnjepr wird unsere Sicht auf Kiew als Teil der Flusslandschaft um eine interessante Perspektive bereichern.

Kiews eigener Charme

Das Antlitz dieser Stadt ist unverwechselbar. Ältere Straßenzüge verschiedener Stilrichtungen stehen in Nachbarschaft zu riesigen Gebäudekomplexen der Nachkriegszeit, von denen ein erstaunlicher Charme ausgeht. Licht und Farbigkeit Kiews sind von ganz eigenem Reiz. Neben zahlreichen Parks gibt es ausgedehnte bewaldete Flächen. Tauchen Sie ein in die quirlige Unterstadt Podil.

Entdecken Sie ein wenig vom Alltag dieser osteuropäischen Hauptstadt, in der mit der sogenannten "Orangefarbenen Revolution" 2004 neue Impulse für Veränderungen ausgingen, die weit über die Ukraine hinaus wirken.

 

 

Termine und Reisepreise Die Dame mit dem Hündchen Der Khanspalast von Bachcisaraj Chersones Altes und neues Kriegsmaterial Taufort Volodymyrs Promenade in Jalta Hafenstädte... Griechische Ruinen in Chersones Genueserfestung in Balaklava
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